Pfadfinderflagge


Ausrüstung für Pfadfinder


Links zu den einzelnen
Ausrüstungsgegenständen:
Trangia-Sturmkocher
Isoliermatten
Schlafsack
Zelte
Rucksack
Schuhe
Altpfadfinder-Packliste
Moskitoschutz


Der Pfadfinder braucht auf seinen Unternehmungen, Zeltlagern, Hajks, Fahrten und im Gelände, diverse Ausrüstungsgegenstände. Zelt und Schlafsack sind oftmals unerlässlich. Ein Rucksack, um die Ausrüstung zu transportieren, ein Kocher um sich eine warme Mahlzeit zu bereiten, Schuhe um die Füße zu schonen. Eine Isomatte gegen die Bodenkälte. Auf dieser Seite gibt es ein paar Informationen über die nötigsten Ausrüstungsgegenstände.

Auf einer weiteren Seite wird das Klufthemd der DPSG-Pfadfinder beschrieben.



Trangia-Sturmkocher

Bei diesem Sturmkocher handelt es sich um einen Spiritus Kocher.

Der Kocher besteht aus:
Dem Kochgeschirr (Alu, Edelstahl).
Einem Windschutz + Topfhalter.
Dem eigentlichen Spiritusbrenner.
Diese Komponenten sind ineinander verstaubar um den Platzbedarf gering zu halten.

Vorteile:
Einfache Handhabung.
Integierter Windschutz.
Kochgut brennt nicht so leicht an.
Keine komplizierte oder reparaturanfällige Technik (Robust und Einfach).
Spirituskocher sind von allen Kochern die pflegeleichtesten.
Wegen der einfachen Bauart preiswert.

Nachteile:
Längere Kochzeit als bei Gas oder Benzin (wegen des geringeren Heizwertes des Spiritus).
Im Zeltlager spielt die Zeit aber meißt eine untergeordnete Rolle :-)

Brennstoff:
Spiritus ist vergällter Ethanol (Ethyl Alkohol), der in vielen einfachen Kochern verwendet wird. Das Vergällungsmittel dient dazu den Alkohol undrinkbar zu machen, damit dieser von der Alkoholsteuer befreit ist.

Vorteil:
In fast allen Ländern ohne weiteres zu bekommen.
Relativ ungefährlich.

Nachteil:
Wenig Heizwert (27 MJ/kg) im Vergleich zu anderen Brennstoffen.
Hat in jedem Land einen anderen Namen.
Durch starke Rußentwicklung wird der Topf schnell schwarz. Kann durch das Beimischen von Wasser (max. 10 Prozent, reduziert die Heizleistung!), verhindert werden.
Spiritus muss bei großer Kälte vorgewärmt werden.

Spiritus in anderen Sprachen / Ländern:
Chile: Alcohol etilico
Dänemark: (Denatureret) alkohol / (Denatureret) Sprit / Kogesprit
Frankreich: Alcools / Alcool á brûler
Großbritannien: methylated spirit / meths
Irland: methylated spirit / meths
Italien: spirito / alcol a bruciare / Spirito da ardere
Niederlande: Spiritus / Brand Spiritus / Alcohol
Norwegen: Rod-Sprit
Polen: Denaturat
Schweden: tenol / rödsprit / T-röd
Schweiz: Brennsprit
Spanien: Alcohol Metilico / Alcohol de quemar / Alcohol etilico
USA: denatured alcohol / burning alcohol / solvent alcohol

Verbrauch:
ca. 2 ml/min Spiritus.
Um einen Liter Wasser zum kochen zu bringen benötigt man ca. 10 Minuten.
Dies bedeutet, dass man mit einem Liter Spiritus etwa 50 l Wasser zum Kochen bringen kann.

Link:
Hersteller Trangia


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Isoliermatten

Schaumstoff-Isomatten sind meistens aus PE Schaum oder EVA-Schaum. EVA-Schaum ist FCKW frei, nimmt kein Wasser auf, ist geschlossenzellig und bietet daher eine gute Isolierung. Schaumstoffmatten verformen sich bei höheren Temperaturen(ab ca 50°). Sie gehen nicht so leicht kaputt wie aufblasbare Matten. Sie halten meistens auch spitzere Steine aus, solange diese nicht zu groß sind. Die Vorteile dieser Isomatten gegenüber selbaufblasenden und mit Luft gefüllten Isomatten sind vor allem der geringere Anschaffungspreis, die höhere Robustheit und auch das Gewicht. Als Nachteile wären ein geringerer Komfort und die etwas schlechtere Isolation zu nennen.





Schlafsack

Kunstfaser-Schlafsäcke
Der Vorteil von Kunstfaserfüllungen besteht darin, dass sie kaum Feuchtigkeit aufnehmen. Sollte dies doch passieren, verlieren sie auch in nassem Zustand kaum an Loft und trocknen rasch. Zudem sind sie unkompliziert in der Pflege. Sie sind empfehlenswert für Gebiete mit permanent hoher Luftfeuchtigkeit, bei der Benutzung von wasserdichten Biwaksäcken (Kondenswasser) sowie Wintertouren. Ein weiterer Vorteil gegenüber den Daunenschlafsäcken ist der geringere Preis. Kunstfaserfüllungen werden aus Polyesterfasern verschiedenster Art hergestellt. Wichtig für die Bauschfähigkeit ist die Oberflächenbehandlung der Fasern. Unter dem Mikroskop hat die Polyesterfaser eine raue Oberfläche. Die einzelnen “Fäden” können sich so stark ineinander verhaken, dass sie sich nicht mehr aufbauschen. Deshalb werden die Fasern mit einer glatten Silikonschicht ummantelt. Je aufwändiger dieses Verfahren und der Aushärtungsgrad des Silikons ist, desto länger bleibt die Bauschfähigkeit der Faser erhalten. Die Konstruktionsweise der Füllung ist auf den Einsatzbereich ausgelegt. Je nach erwünschter Wärmeleistung werden die Kunstfasern auf Vliesen fixiert und dann ein- oder mehrlagig verwendet. Dann werden sie direkt am Außen- und Innenmaterial vernäht. Bei der Verarbeitung mit loser Außenhülle wird gänzlich auf eine Verbindung mit dem Außenmaterial durch Nähte verzichtet, um ein Entweichen der Wärme durch die Nahtlöcher zu verhindern. Bei der Schindeltechnik wird im Prinzip wie bei Dachschindeln gearbeitet: Ein Schindel-Ende wird mit der Innen-, eins mit der Außenhülle vernäht.


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Zelte

Tunnelzelte:
Diese Zeltform wird von mindestens zwei Gestängebögen, die zum Bogen aufgespannt parallel nebeneinander stehen, getragen. Sie muss in Längsrichtung abgespannt werden. Tunnelzelte bieten von allen Zeltformen die beste Raumausnutzung - das heißt im Verhältnis zur Größe sind Tunnelzelte relativ leicht. Sie lassen sich schnell aufbauen, da Innen- und Außenzelt meist miteinander gekoppelt sind. Tunnelzelte sind mit der schmalen Seite zum Wind sehr windstabil.

Kuppelzelt:
Die einfachste Form der Kuppelzelte ist die Kreuzkuppel: Zwei Gestängebögen kreuzen sich einmal über dem Zeltmittelpunkt. Die Gestängeführungen (Kanäle, Schlaufen) befinden sich meist am Innenzelt, das Außenzelt wird nach dem Aufbau des Innenzeltes darüber befestigt. Eine Konstruktion, die wenig Heringe benötigt. Bei geodätischen Kuppelzelten kreuzen sich mehrere Gestängebögen mehrmals. Die Außenzeltfläche wird so in kleinere Flächen unterteilt, infolgedessen erhöht sich die Eigen- und Windstabilität deutlich. Geodätische Zelte sind die erste Wahl für alle extremen Unternehmungen.

Winterzelt:
Ein Zelt für den Wintereinsatz muss den Elementen trotzen können und wird oft unter den unwirtlichsten Bedingungen genutzt. Um eine zuverlässige Unterkunft zu haben, sollte ein Zelt für den Wintereinsatz eine ganze Reihe von Eigenschaften erfüllen. Es sollte möglichst freistehend oder mit wenigen Heringen aufstellbar, der Aufbau auch mit Handschuhen schnell und einfach möglich sein. Um alle Ausrüstung und die extrem voluminöse Winterausrüstung unterzubringen sollte es möglichst viel Volumen bei kleiner Stellfläche haben, der gesteigerte Platzbedarf verglichen zu Sommertouren ist hierbei allerdings zu berücksichtigen. Um den Einfall von Schnee zu verhindern sollte das Außenzelt möglichst weit heruntergezogen sein oder Snowflaps besitzen. Da im Winter häufig im Zelt gekocht wird, muss eine ausreichende Belüftung im Zelt und der Apsis vorhanden sein. Besonders im Winter kann Kondenswasser im Zelt zu großen Problemen führen.

Zelte für Schlechtwetter-Einsätze:
- bis auf den Boden gezogenes Überzelt
- viele stabile Abspannmöglichkeiten
- Außenzelt kann zuerst aufgebaut werden (Gestänge verläuft im Außenzelt)
- Innen- und Außenzelt sind gekoppelt und voneinander trennbar
- windschnittige Form (niedrige Zelte sind meistens windstabiler)
- robustes, windstabiles Gestänge (Ersatzsegmente mitnehmen)
- große Apsiden für Ausrüstung
- mehrere Eingänge (immer einer im Windschatten)
- einfacher, zügiger Aufbau (auch mit Handschuhen)
- bei hohen Schneelasten empfiehlt sich eine geodätische Konstruktion (evtl. mit Snowflaps)

Zelte für warme Gebiete:
- freistehendes Innenzelt, bei Bedarf kann das Außenzelt als Wetterschutz ergänzt werden
- ausreichend Belüftungsmöglichkeiten (möglichst viel Moskito-Gaze, evtl. ein Großteil des Innenzeltes)
- Außenzelt möglichst nicht bis auf den Boden hinunter gezogen, dadurch bessere Belüftung
- Außen- und Innenzelte aus Baumwolle/ Baumwoll-Mischgewebe

Beschichtungen:
Baumwollgewebe sind meist unbeschichtet (ggf. imprägniert), während Nylon-, Polyester- und Baumwoll-Mischgewebe immer beschichtet sein müssen, um regen-/ wasserdicht zu sein. Baumwolle quillt durch Feuchtigkeit auf, die Zwischenräume im Gewebe schließen sich und das Material wird auf diesem Weg regendicht. Es gibt PU- und SI-beschichtete Zelte: Polyurethan (PU): Hochwertige und flexible Beschichtung, die eine hohe Dichte erreicht und daher auch für Zeltböden geeignet ist. Aufgrund der Möglichkeit der Nahtverklebung häufig auch im Außenzeltbereich verwandt. Silikon (SI): Sehr hochwertige, elastische und langlebige Beschichtung, erhöht im Gegensatz zu anderen Beschichtungsarten die Reißfestigkeit und UV-Stabilität des Materials.

Zeltgestänge:
Zeltgestänge werden mit unterschiedlichem Durchmesser gefertigt und auf den jeweiligen Zelttyp abgestimmt. Je nach Zeltart und den verwendeten Geweben kommen unterschiedliche Materialien und Konstruktionen zum Einsatz: Stahl wird bei großen Gruppen- und Lagerzelten aus Baumwollgewebe verwendet; entweder als Rohrkonstruktion (Gerüst) oder einzelne Aufstellstange. Hohes Gewicht und hohe Stabilität. Glasfiber (Epoxydharz): Durch einen Gummizug verbundene, hohle Glasfiberstangen mit außen liegenden Verbindungshülsen. Glasfiberstangen sind die günstigere Alternative. Aluminiumlegierungen werden sowohl für Gestängebögen als auch für Aufstellstangen verwendet; sie sind leichter, steifer und stabiler als Glasfiber. Die Verbindungshülsen liegen innen, damit ist die Außenfläche glatt. Sie sind per Gummizug verbunden. Bei kleineren Bögen mit engem Radius sind die Einzelsegmente vorgebogen, um die Bruchgefahr zu verringern. Aluminiumgestänge gibt es in unterschiedlichen Qualitäten und Ausführungen (z.B. bezeichnet die Nummerierung T9 die Art der Wärmebehandlung (Elastizität); die Skala reicht von T1 bis T10, wobei T10 am hochwertigsten ist). Featherlite ist sehr leicht und bietet hülsenlose Übergänge zwischen den Segmenten. Hochwertigere Gestänge sind durch Oberflächenbehandlung (Eloxierung, Lackierung) gegen Witterungseinflüsse und vor Korrosion geschützt. Durch die glattere Oberfläche gleiten sie besser in die Gestängekanäle.

Belüftung:
Prinzipiell benötigen alle Zelte neben den Eingängen zusätzliche Belüftungsmöglichkeiten. Baumwoll-Zelte sind im trockenen Zustand luftdurchlässig, bei Nässe hingegen verliert das Gewebe die Atmungsaktivität. Beschichtete Nylon- und Polyester-Zelte sind nahezu luftdicht, wenn das Überzelt bis auf den Boden reicht, Apsiden und Eingänge geschlossen sind. Um die Bildung von Kondenswasser zu verringern, müssen diese Zelte gut belüftet werden.

Apsiden:
Absiden sind Gepäckstauräume außerhalb des Innenzeltes, sie dienen außerdem als Eingang und – geöffnet – als Kochstelle bei schlechtem Wetter. Achtung: Nie im geschlossenen Zelt kochen, dies ist aufgrund des entflammbaren Gewebes gefährlich und zudem kann durch die Hitzeentwicklung des Kochers die Beschichtung beschädigt werden. Darüber hinaus kommt es zu starker Kondenswasser- und Kohlendioxidbildung im Zeltinneren.

Wasserdichtigkeit:
Die Wasserdichtigkeit wird mit dem Wert der Wassersäule angegeben. Unter einen Messzylinder werden 10 cm2 Stoff gespannt und der Zylinder mit Wasser gefüllt. Der Grenzwert, bei dem das Wasser beginnt, sich tröpfchenweise durch das Material zu drücken, bezeichnet die Wassersäule. Genauso wichtig ist jedoch die Langlebigkeit der Beschichtung, d.h. die Gewährleistung, dass das Material auch nach langer Zeit noch wasserdicht ist.


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Rucksack

Da verhält es sich mit dem Rucksack nicht anders als mit Wanderstiefeln: Sie müssen passen (siehe Rückenlänge). Nur dann hängt das Gewicht des Rucksacks nicht auf den Schultern, sondern wird auf die Hüfte gebracht..!

Die Rückenlänge:
Kein Rücken gleicht dem anderen. Jede Körperstatur ist anders ausgebildet und es lohnt sich daher, beladene Rucksäcke mit unterschiedlichen Tragesystemen zu testen, um das Richtige für sich zu ermitteln. Die Rückenlänge ergibt sich aus dem Abstand zwischen Oberkante der Schulterblätter bzw. dem Nackenwirbel (leicht erfühlbar) bis zur Oberkante der Beckenknochen. Den Rucksack ausschließlich nach dem Volumen des Packsacks zu wählen, ist falsch, die Größe ist lediglich ein Richtmaß. Sicher soll die benötigte Ausrüstung in den Sack, aber es wird nie einen 80 Liter Rucksack mit extrem kurzer Rückenlänge geben und auch keinen besonders kleinen für lange Rücken. Volumen und Rückenlänge stehen immer im gesunden Verhältnis.

Anpassen des Rucksacks:
Vor dem Schultern des Rucksacks, zuerst einmal alle Riemen und Schulterträger lockern. Dann den Ruckack schultern, und den Hüftgurt mittig auf dem Hüftknochen plazieren. Danach die Schulterträger festziehen, nur nicht zu stramm, weil sonst die Last nicht mehr vom Hüftgurt sondern von den Schulterträgern getragen wird. In schwierigen Geländeverhältnissen kann man noch die Lageverstellbänder anziehen, das ergibt einen besseren Kontakt zum Rücken und somit mehr Stabilität. Lässt man die Lageverstellriemen etwas lockerer, verbessert dies die Belüftung

Richtig packen:
In groben Zügen: Der Schwerpunkt sollte dicht am Körper, möglichst in Schulterhöhe liegen. Der Schlafsack gehört normalerweise ins Bodenfach. Küche, Zelt, Proviant und Bekleidung ins Hauptfach; Kleinkram, Müsliriegel, Kamera sind im Deckelfach zu verstauen. Zeltgestänge und Isomatte außen. Letztere können senkrecht am Packsack mit umlaufenden Spannriemen befestigt werden. Extra Packbeutel schaffen innen Ordnung, sollten aber nicht zu prall gefüllt werden (besonders schlecht: hart komprimierte Schlafsäcke), dadurch entstehen zu viele tote Winkel.

Die Belüftung:
Belüftung ist ein umfassendes Thema: Für gewöhnlich wird unterm Rucksack geschwitzt, weil direkter Kontakt zum Rücken besteht und sich die Wärme staut. Findige Tüftler haben eine Art Abstandshalter zur Belüftung konstruiert: Zwischen Sack und Rücken zirkuliert die Luft und kühlt den Rücken. Einerseits durchaus komfortabel, andererseits rauben sie Volumen. Eine zweite Variante ist offenzelliger Polsterschaum, Bezüge aus Netzgewebe, sowie flache Kanäle, die zwischen den Polstern Luftraum entstehen lassen, durch den Ventilation stattfinden kann.


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Schuhe

Wanderschuhe
Auf Trekkingtouren sind Wanderschuhe das Transportmittel für etwa 80 kg Lebendgewicht mit durchschnittlich 15 kg Gepäck! Ein triftiger Grund, ein Augenmerk darauf zu werfen. Von Wandersandalen bis Schalenstiefel gibt es nichts, was es nicht gibt. Klare Entscheidungen sind gefragt! Dschungel, Wüste, Gletscher, flache Wiesen, kombinierte Touren, Trekking, Gebirge, Geröll, Schnee? Zu Fuß, per Rad oder Boot? Sommer oder Winter? Wo will ich hin? Und was werde ich dort unternehmen? Bevor du dir dessen nicht bewusst bist, kaufst du bitte keinen Schuh! Der Schuh muss passen. „Natürlich!“, wirst du jetzt denken und den ersten Wandertag unter Umständen trotzdem mit Blasen an den Füßen beenden. Lass dir Zeit für die Entscheidung, aber kaufe den Schuh rechtzeitig! Du musst dich an ihn gewöhnen und ihn ggf. einlaufen. Folgendes ist vor dem Kauf wichtig: – Kennst du deine Schuhgröße genau? Sonst messe erstmal deinen Fuß! – Probiere den Schuh erst, wenn deine Füße schon etwas ausgedehnt sind. Nach einem Spaziergang, am Nachmittag o.ä.. Füße schwellen durch längeres Gehen an. Passt der Schuh dann noch? – Sitzt er auch mit deiner eigenen Wandersocke (oder Socken ähnlicher Stärke)? – Stoßen die Zehen beim Modell deiner Wahl auch dann nicht vorne an, wenn du bergab gehst? – Sitzt die Ferse fest? Komfort versprechen alle Hersteller! Doch so unterschiedlich wie Füße sein können, fallen auch die Schuhe aus.

Hiking-Schuhe
Zwischen den Klassikern haben sich Hiking-Schuhe einen festen Platz erobert: sie sind vor allem leicht und flexibel. Allroundmodelle, sportlich-bequem, griffig im Profil, trittsicher, fest genug für Touren mit kleinem Gepäck, fürs Rad nicht zu klobig und im Alltag kein Klotz am Bein. Raus aus dem Büro und rein in den Wald. Hiking geht über in den Bereich der
leichten Wanderstiefel. Sie sind in der Regel aus Nylon und Veloursleder oder Leder; zum Teil mit wasserdichter Membran ausgestattet. Ein leichter Wanderstiefel hat nicht nur eine feste Sohle, sondern bietet durch seinen Schaft Stabilität im Knöchel. Für 2- oder 3-tägige Kurztouren meist ausreichend.
Feste Wanderstiefel werden am häufigsten getragen. Als solide Begleiter für längere Rucksacktouren verfügen sie über einen stabilen Schaft, eine gute Dämpfung (dauerhaft), abriebfeste und griffige Laufsohlen mit Absatz, exzellentes Leder, etc.. Für Wanderer mit nordisch-feuchtem Ziel gibt es Lederstiefel auch mit wasserdichter Membran. Die gesamte Sohlenkonstruktion ist entsprechend der Abrollbewegung vorgeformt.

Wasserdicht & atmungsaktiv
Früher waren nur schwere Bergstiefel aus dickem Leder dauerhaft wasserdicht, heute können es dank Gore-Tex & Co. auch die leichten Wanderschuhe aus Cordura-Nylon und einfachem Leder sein.
Aus der Praxis: durch Socken und Hosenbeine, die Feuchtigkeit aufsaugen, entsteht manchmal der Eindruck, dass der Schuh nicht dicht ist. Gamaschen schaffen Abhilfe! Wer jetzt glaubt, mit atmungsaktivem Schuhwerk sei die Zeit der feuchten Füße und der Schweißfüße endgültig vorbei, irrt. Für die optimale Funktion muss ein bestimmtes Druckgefälle herrschen (niedrige Außentemperatur). Dazu kommt, dass alle atmungsaktiven Folien, Membranen in einem bestimmten Zeitraum nur eine begrenzte Menge Feuchtigkeit diffundieren lassen. Früher wurden Membranen im Schuh einfach verklebt. Einige Stellen wurden durch Kleber verstopft und funktionierten gar nicht. Heute befinden sich die Fixpunkte nur noch am Schaft und im Sohlenbereich, folglich liegt die Atmungsaktivität deutlich höher. Schuhe lassen Dampf ab!
Das Prinzip: Fußschweiß gelangt über Feuchtigkeit leitendes Futter und entsprechende Polster vom Fuß in den Schaft/die Zunge und soll dort durch eingestanzte Löcher/Kanäle entweichen.



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Und hier die ultimative Altpfadfinder-Packliste:

Diese Sachen sollte man mitnehmen wenn man sich mit Altpfadfindern in ein Zeltlager traut. Natürlich ist rundherum Platz für kreative Eigeninitiative (Musikinstrumente, Hängematten etc.).
Es wird dringend empfohlen alle Gegenstände (am besten gut sichtbar) wasser-, abrieb- und stossfest zu kennzeichnen, damit es nicht zu Chaos und Verwechslungen kommt (es sollen sogar schon verlorene Gegenstände wiedergebracht worden sein). Dabei sollte der Vor- und der Nachname des Besitzer aufgeführt sein; das erleichtert hinterher die Besitzersuche. Dabei sei aber angemerkt, das sich Namensaufnäher nicht gut für Luftmatratzen eignen.

Wenig Platz ist für MP3-Player, Walkmänner, Gameboys, Handys, Laptops, Faxgeräte, Haustiere etc. Für solche Geräte wird, sofern doch vorhanden, keinerlei Haftung übernommen. Wir wollen ja schliesslich gemeinsam in ein Lager fahren - vom sozialen Umfeld isolieren können wir uns immer noch zuhause.

Der Standardinhalt für Rucksack/Packtasche:
Plastiktüten (Blaue Müllsäcke, Gelbe Säcke oder sowas) - für eine Unter-Unterlage, Müll und Regenschutz
Zelt
Schlafzeug - für die Nacht im Zelt
Schlafsack
Isomatte und/oder Luftmatratze
Kleidung/Wäsche
Kluft (soweit vorhanden)
Halstuch
Knoten
Warme Kleidung (Abends/Nachts kann es kalt werden)
Kleidung, die schmutzig werden darf
Badezeug
Handtücher
Regenjacke/Poncho oder Regenhose
Schuhe
Gummistiefel
Wander-Schuhe
Teller
Tasse
Besteck
Trinkflasche für unterwegs
Handtuch

Nützliches für Aktionen draußen:
Taschenlampe
Taschenmesser
Kopfbedeckung (Für Sonne/Regen)
Sonnenschutz (Schutzfaktor!) / Mückenschutz
Kulturbeutel
Zahnbürste
Zahnpasta
Seife, usw.
Tagesrucksack
Große Tasche für Gepäck (Möglichst keine Koffer (!) - Bewährt haben sich grosse Rucksäcke oder Sporttaschen)

Und für alle Outdoor-Erfahrene gilt wie immer der Rat:
“Es gibt Dinge, die notwendig sind, Dinge, die ganz furchtbar notwendig sind, und Dinge, die absolut lebensnotwendig sind. Nimm von der letzten Kategorie die Hälfte mit - und du wirst sehen, es reicht.”
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Stechmücken (Moskitos) und wie du dich schützt.

Ernährung

Bei den meisten weiblichen Stechmücken bilden die Mundteile einen langen Rüssel, um die Haut von Säugetieren (oder in manchen Fällen von Vögeln, Reptilien oder Amphibien) zu durchdringen und deren Blut zu saugen. Die Männchen unterscheiden sich dadurch von den Weibchen, dass sich ihre Mundteile nicht zum Saugen von Blut eignen. Die Weibchen müssen nach der Befruchtung durch die Männchen eine Blutmahlzeit zu sich nehmen, da sie Protein benötigen, um Eier zu bilden und ihre sonstige Nahrung nur aus Nektar und Fruchtsaft besteht und kein Protein enthält. Somit ist die Aufnahme von Blut unverzichtbar für die Fortpflanzung der Stechmücken.
Eine Ausnahme hierbei bilden die Weibchen der Gattung Toxorhynchites. Sie besitzen einen gebogenen Stechrüssel und saugen kein Blut. Sie ernähren sich daher wie die Männchen allein von Pflanzensäften.

Auffindung der Nahrungsquelle

Durch Labor- und Freilandexperimente hat man herausgefunden, dass Stechmücken vor allem durch ausgeatmetes Kohlendioxid und Körperdüfte (z.B. verschiedene Fettsäuren und Ammoniak) zu ihren Blutwirten gelockt werden. Abhängig von Art und Wirtsspezifität der Mückenart können dabei einzelne Substanzen eine besondere Bedeutung haben. So ist beispielsweise bei der auf den Menschen spezialisierten Gelbfiebermücke, die auf der menschlichen Haut auftretenden Milchsäure ein zentraler Reiz für die Wirtsfindung.
Bei der Wirtsfindung folgen die Stechmücken der Duftfahne ihres Wirtes bis zu ihrer Quelle. Dabei geben anscheinend neben der chemischen Zusammensetzung der Duftfahne auch ihre Größe, Struktur und Form der Mücke wichtige Informationen über den Wirt und seine Entfernung. Im direkten Nahbereich benutzen sie für Zielanflug und Landung zusätzlich ihre Facettenaugen und Rezeptoren für die Wahrnehmung von Luftbewegungen zur Orientierung und Gefahrenerkennung.

Schmerzempfindung beim Stich

Beim Stich einer Stechmücke kann eine sehr geringfügige Schmerzempfindung zustande kommen, wenn der in die Haut eindringende Stechrüssel einen Schmerznerv trifft oder streift und das betreffende Nahrungsopfer den Stich bewusst wahrnimmt. Allerdings spielen beim Menschen hinsichtlich der dabei dann empfundenen Schmerzintensität diesbezüglich im Gehirn abgespeicherte Vorerfahrungen und emotionale Bewertungen des miterlebten Stichs eine nicht unwesentliche Rolle.

Juckreiz nach dem Stich

Erheblich lästiger ist der in der Regel kurze Zeit nach dem Stich auftretende Juckreiz. Dieser wird von den Proteinen ausgelöst, welche die Stechmücke in die Saugstelle einspritzt, um das Blut vor dem Gerinnen zu bewahren. Oft bildet sich an der Einstichstelle für einige Stunden eine Quaddel.
Es wird gelegentlich behauptet, dass diese Proteine bei Temperaturen ab 45 °C zerstört würden, weshalb es als Hausmittel genügen sollte, eine nicht zu heiße Tasse Tee oder Kaffee für etwa eine Minute an die betroffene Stelle zu halten. Danach wäre lediglich der Einstich noch zu sehen, doch der Juckreiz sollte verschwinden und der Stich innerhalb von ein bis zwei Tagen verheilen. Bisher gibt es noch keine wissenschaftlichen Studien, die einen solchen Effekt eindeutig bestätigen.
Des Weiteren wird oftmals empfohlen, die juckende Stelle mit handelsüblichem Essig (keine Essigessenz!) einzureiben. Der Juckreiz soll dann nach kurzer Zeit verschwinden und die Einstichstelle in den folgenden Tagen abheilen.

Prävention

Körperteile, die von Insekten gestochen werden können, können durch Kleidung bedeckt werden. Diese sollte luftig an der Haut anliegen, damit die Insekten nicht durch die Kleidung stechen. Einige Insekten werden durch bestimmte Gerüche angelockt. Dabei stehen einige Parfumsorten in dem Verdacht, gewisse Insekten anzusprechen, daher sollte auf Parfum im Zweifelsfall verzichtet werden. Insbesondere Mücken reagieren auf den salzigen Geruch von Schweiß, daher sollte Wert auf entsprechende Körperhygiene gelegt werden.

Repellents

Repellentien sind Substanzen, welche Stechmücken und andere Insekten am Landen auf der Haut hindern oder zum sofortigen Weiterfliegen zwingen. Der genaue Bestandteil oder der Mechanismus, welcher diesen Effekt bewirkt, ist bei keiner der verwendeten Substanzen bekannt. Im Gegensatz zu Insektiziden werden Insekten hierdurch nicht dauerhaft geschädigt oder getötet.
Die Wirksamkeit wird im wesentlichen durch den Inhaltsstoff selbst und die Art des Auftragens bestimmt. Die Wirkdauer ist hohen Schwankungen unterworfen, u.a. von Umweltfaktoren und der Art des Auftragens abhängig und kann von wenigen Minuten bis 10 Stunden reichen. Die meisten Repellentien müssen je nach Umständen (Schwitzen, Außentemperatur, Präparat) alle 4-8 Stunden neu aufgetragen werden. Die Wirkdauer ist nach Auftragen auf der Kleidung in der Regel länger als nach Auftragen auf die Haut.
Diethyltoluamid (DEET)
wurde 1954 entwickelt und ist die am meisten verwendete und bis heute hinsichtlich der Wirkung beste Substanz. Es wird in Konzentrationen von 5-90% eingesetzt. Alle neu entwickelten Substanzen werden bis heute gegen DEET als Standard getestet. U.a. folgende Präparate enthalten DEET:

PräparatDEET-KonzentrationLandHerstellerinfo
Djungel Olja®20%Schweden 
Insektenschutzmittel Bundeswehr20%Deutschland 
Feldtosan®10%DeutschlandFeldten AG
Autan® (nur bis 1998)20%Deutschlandwww.autan.de
Bugproof® 50%Englandwww.travelproof.co.uk
US 622® Schweden 
MosiGuard® Arm-/Fußbänder Deutschland 

In der langen Anwendungszeit von DEET und in zahlreichen toxikologischen Untersuchungen sind bisher beim Menschen keine wesentlichen und dauerhaften negativen gesundheitlichen Auswirkungen beobachtet worden. Wegen gelegentlich beobachteter Hautreizungen wurden von einigen Staaten jedoch Höchstgrenzen in der Konzentration von DEET festgelegt oder die Verwendung von DEET sogar ganz verboten. DEET hat jedoch darüber hinaus den Nachteil, daß es Plastik angreift und schädigt (z.B. Kunstfasertextilien oder oder Armbänder von Uhren).
DEET wird daher in der hohen 50%-igen Konzentration nur noch für Reisen in tropische Gebiete empfohlen, bei denen das Infektionsrisiko durch Malaria den Einsatz dieses hochwirksamen Mittels auch weiterhin eindeutig rechtfertigt.
DEET sollte nicht auf empfindliche oder geschädigte Hautstellen oder in der Nähe von Augen oder Schleimhäuten aufgetragen werden. Die Anwendung bei Kindern gilt grundsätzlich als sicher, jedoch sollte DEET nur kleinflächig und in möglichst niedriger Konzentration angewandt werden. Alternativ kann bei Kindern das Auftragen auf die Kleidung in Betracht.

Bayrepel ®
Das von der Fa. Bayer entwickelte Piperidinderivat Bayrepel® hat DEET 1998 im bekannten Präparat Autan® ersetzt. Nach Angaben des Herstellers konnte in ausführlichen Labor- und Feldversuchen eine gleiche Wirksamkeit gegenüber DEET nachgewiesen werden bei gleichzeitigem Fehlen der negativen Eigenschaften von DEET (s.o.). Nebenwirkungen wurden bisher nicht beobachtet.
Bayrepel® schützt wie DEET je nach Mosquito-Art zwischen vier bis über acht Stunden lang gegen Stiche.

IR3535 (Ethyl-Butyl-Acetylaminopropionat)
Diese Substanz ist im englischen Präparat "Jungle Formula Standard®" enthalten und hat im Jahr 2000 das zuvor verwendete DEET ersetzt. Während in der "Extra Strength"-Version weiterhin DEET für den Einsatz in Malaria-Risikogebieten enthalten ist, hat man in der "Standard"-Version auf den Einsatz von DEET verzichtet. IR3535 hat keine zu DEET vergleichbare mückenabweisende Wirkung, ist jedoch wesentlich angenehmer in der Anwendung. Diese Präparat eignet sich daher gut für den Einsatz außerhalb von Malaria-Risikogebieten sowie in Gegenden mit geringerer Mückendichte.

Insektizide

Weiterhin gibt es die Möglichkeit, Insektizide im Raum zu verteilen und wirken zu lassen, dies geschieht insbesondere durch Insektensprays und Elektroverdampfer. Diese Mittel töten in der Regel alle - auch nützliche - Insekten. Da es sich um Nervengifte handelt, können sie möglicherweise bei häufiger oder dauerhafter Anwendung (etwa bei Elektroverdampfern) auch beim Menschen Gesundheitsbeeinträchtungen verursachen.
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Das Rüsthaus Sankt Georg - der Laden für Pfadfinder

Das Rüsthaus Sankt Georg ist der offizielle Ausstatter der DPSG für ihre Pfadfindergruppen und Mitglieder. Hier bekommen die Pfadfinder alle Materialien für ihre Aktivitäten. Der Begriff „Rüsthaus“ wurde dabei vom Wort „Ausrüstung“ entlehnt. Abgesehen von Verbandsabzeichen kann aber jeder gerne im Rüsthaus einkaufen.

Ziel des Rüsthauses ist einerseits die Bereitstellung von Materialien für die Gruppen und Mitglieder des Verbandes. Dafür wird ein Spezial-Sortiment ausgesucht und angeboten, mit dem man sich für die Gruppenstunden, Wochenendfahrten und Zeltlager ausstatten kann: Zelte, Kocher, Töpfe, Lampen, Seile, Kluften, Abzeichen, Schlafsäcke, Rucksäcke, Jonglierbedarf, Funktionsbekleidung, Literatur. Andererseits dient das Rüsthaus zur Gewinnung von Geldern für die Verbandsarbeit der Bundesebene, was bei abnehmenden öffentlichen Zuschüssen ein zunehmend wichtiger Faktor ist. Das Rüsthaus firmiert mit eigenem Namen und Logo, ist aber keine eigenständige Firma, sondern in den Verein „Bundesamt Sankt Georg e.V.“ als eine Abteilung integriert. Das Logo enthält als zentralen Bestandteil den Begriff „Rüsthaus“ (WIR sind das Haus, das Ausrüstung anbietet).

Jeder Nicht-Pfadfinder ist als Kunde willkommen, da er mit seinem Einkauf zu einem wirtschaftlichem Ergebnis beiträgt und somit die Bundesebene der DPSG finanziell unterstützt (und dafür noch qualitativ ausgezeichnete Ware erhält).


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 WURZLwww.altpfadfinder.eu